Las Vegas – Frankfurt – Esslingen

Heute geht es wieder nach Hause.

Unser Flug geht um 14:20 Uhr – wir sollten also gegen 11:30 Uhr am Airport sein. Es bleibt also nicht allzu viel Zeit übrig. Was tun also mit den übrigen Stunden an einem Dienstag Morgen??

Wir wollen den Urlaub so richtig schick ausklingen lassen, mit einem Brunch im Wynn.

Einlass zum „The Buffet“ ist um 7:30 Uhr und die Schlange der Hungrigen soll lange sein haben wir gelesen. Also sind wir schon 15 Minuten früher da – und wir sind nicht die Ersten!

Um 7:25 Uhr werden uns stolze $28,99 pro Person abgenommen. Nach dem bezahlen, nimmt uns eine freundliche Mitarbeiterin in Empfang und weist uns einen Tisch zu. Kaum sitzen wir, kommt ein Kellner und nimmt unsere Getränkebestellung auf. 

Das Dekor des Speisesaals ist unglaublich bunt. Es sieht aus, als wäre hier Willy Wonka der Innenarchitekt gewesen.

Ich verschaffe mir zunächst einen Überblick über das unfassbar vielseitige Buffet.

Es gibt über 10 Live-Cooking Stationen, an denen man sich alles Erdenkliche frisch zubereiten lassen kann: Pancakes, Omelettes, Steaks und vieles mehr wird direkt vor den Augen des Gastes zubereitet.

Egal welche Menüposition wir ansteuen: Es gibt eine unfassbare Vielfalt und Auswahl. Aber vor allem die Dessert-Theke ist ein wahrer Farbrausch. Es gibt einen Schokoladenbrunnen, eine unglaubliche Auswahl an kleinen Törtchen, Eiscreme und sogar kandierte Äpfel. 

Wir lassen uns Zeit und essen reichlich von den durchweg hochwertigen und leckeren Sachen.

Inzwischen ist das Restaurant gut besucht, trotzdem gab es kein Gedränge und keine Wartezeiten an der Speiseausgabe. Das ist echt richtig gut organisiert hier. Gegen 10:00 Uhr geben wir auf. Wir sind mehr als satt. 

Vollgefressen schleppen wir uns hinaus. Da wir noch genügend Zeit haben machen wir erst einmal einen kleinen Verdauungsspaziergang im Wynn.

Ich liebe dieses Casino. Hier ist alles etwas edler und eleganter als in den anderen Casinos. Spektakuläre Blumenarrangements wie zum Beispiel ein Karussell nur aus Kunstblumen. Es geht kaum kitschiger.

Nach einem ausgiebigen Spaziergang durch das Casino machen wir uns auf den Weg zu unserem Wagen.

 

Wir fahren zum Car Return am Airport. Wir müssen Abschied nehmen von unserem Pickup. Unser Roadtrip mit diesem Riesen-Fahrzeug hat uns viel Spaß gemacht. Hoffentlich haben wir wieder mal die Gelegenheit auf ein solches kostenloses Upgrade.

Die Fahrzeugabgabe bei Alamo war gewohnt unkompliziert. Und so rollen wir nur wenige Minuten später unser Gepäck zum Shuttle Bus.

Beim Check-In bekomme ich von der freundlichen Airport-Mitarbeiterin kostenlose Plätze in einer Exit-Reihe. Klasse! Wir trinken noch kurz zwei Dosen Cola leer, dann gehen wir durch die Sicherheitskontrolle und anschließend zu unserem Abflug Gate.

Dort lesen wir, dass unser Flug voraussichtlich eine Stunde Verspätung haben wird. Ach nööööö. Ich vertreibe mir die Zeit mit T-Shirt-käufen und schlendere durch die verschiedenen Shops hier am Gate.

Als mir das zu langweilig wird, geselle ich mich wieder zu Stefan der am Abflug-Gate unser Handgepäck bewacht. Während wir auf das Boarding warten lernen wir ein Paar aus Deutschland kennen. Die beiden waren mit der Harley unterwegs und haben in Las Vegas geheiratet. Wir sind uns auf Anhieb sympathisch und tauschen unsere Adressen aus. 

Das haben wir vorher noch nie gemacht – und auf dieser Reise gleich zwei Mal. Ich bin gespannt was sich daraus entwickelt.  Dann endlich beginnt das Boarding. 45 Minuten später sind wir auf dem Weg nach Hause.

Unsere Condor 767 landete trotz des verspäteten Abflugs pünktlich in Frankfurt. Der Flug war ruhig und Dank der Plätze mit mehr Beinfreiheit gar nicht mal so unbequem.

Wir mussten ein wenig auf unsere Koffer warten – es scheint als wäre sie wirklich ganz hinten im Frachtraum gelandet. Aber schließlich purzelten sie dann doch noch auf das Kofferband. Wir rollten die Koffer zum Shuttle-Bus, welcher uns wieder zu unserem Auto brachte. Die 200 km Heimfahrt – ganz ohne LKWs auf der Autobahn war Stau- und Störungsfrei, denn heute ist der 3. Oktober und somit Feiertag. 

Zuhause wurden wir von Tochter, Schwiegersohn, Enkel und einer riesigen Portion Spagetti Bolognese empfangen.  Die erste Pasta nach 2,5 Wochen schmeckt so unglaublich lecker!

Nach 2 ½ Wochen mit tollen Eindrücken und wunderbaren Momenten ging ein weiterer Roadtrip zu Ende. Wenn ich zurückblicke, kann ich sagen, dass unser Trip einfach nur genial war. 

Wir haben wieder wahnsinnig schöne Landschaften gesehen. Vor allem aber die Vielfältigkeit war (mal wieder) beeindruckend. Wir reisten durch die Wüste im Death Valley bei 43°C und waren nur wenige Tage später am schneebedeckten Grand Teton bei -11°C. Dann steht man im Yellowstone National Park und denkt sich nur „Ist das jetzt echt, oder haben das die Typen geschaffen, die auch Disney Land gebaut haben?!“

Und dann die Wave! Das Gebiet der Coyote Buttes North ist mit nichts vergleichbar, was wir bisher gesehen haben. 

Wir sind viele Meilen gefahren, haben Altbekanntes- und auch wieder viel Neues gesehen. Zuhause wurde dann die Liste mit „müssen wir unbedingt noch einmal hin“ aktualisiert. 

In 147 Tagen kommen wir wieder. Dann nach New Orleans zum Mardi Gras – ein etwas anderes Abendteuer!

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