1999 – Florida & New York: Wie wir den Pauschalurlaub hinter uns ließen & Amerika entdeckten

Unterwegs mit meinem Vater, seiner Frau und unseren Töchtern

1999 war das Jahr, ab dem sich unser Reiseverhalten komplett veränderte. Bis dahin hatten wir – die Kinder waren noch nicht schulpflichtig – vor allem preiswerte Pauschalreisen in der Nebensaison gemacht. Tunesien, Spanien, Italien – immer All-Inclusive mit Kinderclub. Schließlich wollen die Eltern auch mal ein bisschen Ruhe haben, und die Kinder waren bestens beschäftigt: Ponyreiten, Basteln, Mini-Club – alles dabei, perfekt organisiert.

Mein Vater, der für einen Automobilzulieferer arbeitete und oft geschäftlich in den USA unterwegs war, hatte dort im Laufe der Jahre einige einheimische Freunde gefunden. Einer dieser Freunde besaß ein traumhaftes Ferienhaus im sonnigen Fort Lauderdale. Und so kam es, dass mein Vater das Haus nutzen durfte, sofern sein Freund es nicht selbst benötigte. Und so meinte mein Vater immer wieder: „Warum macht ihr nicht mal dort Urlaub? Lasst diesen Pauschal-Quatsch doch mal sein.“

USA? Daran hatte ich ehrlich gesagt nie wirklich gedacht. New York, klar – das war schon immer mein großer Traum. Aber Florida? Wofür sollte ich 12 Stunden fliegen, nur um Strand und Palmen zu sehen, wenn ich das auch in zwei Stunden haben kann? Alles Quatsch, dachte ich damals.

Doch mein Vater ließ nicht locker und überraschte uns schließlich: Er schenkte uns, also mir, Stefan und unseren Töchtern Bianca und Nadine, einen Flug nach Florida. „Lasst den Pauschal-Quatsch endlich hinter euch und kommt mit nach Fort Lauderdale“, hieß es von ihm. Doch ehrlich gesagt, Florida allein reizte mich nicht besonders. Ich war fest davon überzeugt, dass es völlig egal ist, wo die Palmen stehen – ob in Florida oder am Mittelmeer, das macht für mich keinen großen Unterschied. „Aber dann will ich auch nach New York!“, forderte ich. Wenn ich schon so weit fliege, dann will ich wenigstens etwas Besonderes dabei haben. New York, das wäre es – die Stadt meiner Träume, mit den Wolkenkratzern, dem Empire State Building und den Straßen, die niemals schlafen.

Also wurde der Plan geschmiedet: 10 Tage in Fort Lauderdale mit meinem Vater und Gitta, und dann noch 4 Tage New York – als krönender Abschluss. Erst mal gemütlich an den USA schnuppern, bevor wir dann alleine in die „große Stadt“ aufbrechen. Mein Vater war wohl ein bisschen besorgt, uns ohne Begleitung direkt in den Großstadtdschungel zu schicken.

Und so begann unsere Reise in die Welt der USA – weg von den üblichen Pauschalreisen und hinein in das Abenteuer. Fortan wurden wir zu begeisterten USA-Fans, die den Charme der individuellen Urlaube entdeckten. Folgt unseren Geschichten, wie wir von da an nie wieder zurück zu den All-Inclusive-Angeboten wollten und stattdessen die Freiheit und Vielfalt des Reisens in den USA liebten. Ein weißer Transporter war nur der Anfang!