Skagway – Burwash Landing

Wir nutzen am Morgen schnell noch mal die Duschen von unserem Campground. Wer weiß wann wir wieder Gelegenheit dazu haben….

Den Vormittag wollen wir noch in Skagway verbringen. Ich liebe dieses kleine Städtchen einfach. In der Nacht hat es geregnet und es hängen noch dicke Wolken über den Straßen. Aber uns macht das nichts aus. Der Regen hat aufgehört und wir wollen hier die Zeit mit Shopping und vielleicht noch einem kleinen Lunch vor der Abfahrt verbringen. 

Zuerst aber bezahlen wir unseren Campground-Stellplatz und lassen noch schnell unser Abwasser ab. Am Campground gibt es eine Dumping Station.

Ich hatte die Campground Besitzerin bei unserer Ankunft per Mail Informiert, dass wir erst bei der Abfahrt bezahlen würden, da wir wegen des Trips nach Juneau nicht während den Büro-Öffnungszeiten da sein würden.

Sie bedankte sich für die Mail und meinte, dass sie nur selten solche Infos bekommen würde. Sie fragte noch wie unser Trip nach Juneau war. Sie freute sich für uns, dass wir dort so tolles Wetter hatten – das gibt es nämlich nur selten in Alaskas Hauptstadt. 

Noch ein wenig Smalltalk, dann machte ich mich auf den Weg nach Draußen wo Stefan schon auf mich wartete.

Wir fuhren noch schnell zur Tankstelle, um unseren Ford-Bullen aufzutanken. Wir hatten das selbe Problem wie in Haines. Wir tanken für genau einen Dollar dann brach der Tankvorgang ab.

Ich ging in den kleinen Tankstellen Shop und schilderte unser Problem. Die Mitarbeiterin der Tankstelle meinte, dass die Kreditkarte mit einem Dollar autorisiert wird. Wenn das System die Kreditkarte aber nicht anerkennt, bricht es ab. Das ist wohl eine neue Sicherheitsabfrage an den Zapfsäulen. Aber für unsere deutschen Kreditkarten leider genau so untauglich wie die Abfrage der Postleitzahl.

Also zahlte ich im Tankstellenhäuschen bei der freundlichen Frau, so dass unser Wägelchen endlich den nötigen Sprit bekam.

Wir stellten den Camper in einer Seitenstraße ab und bummelten durch die kleine Downtown. Im riesigen Shop der Alaska Shirt Company kaufen wir eine Menge T-Shirts und Sweatshirts für uns und noch mehr für unseren 2-jährigen Enkel. Die Sachen sind so süß, da können Opa und Oma einfach nicht widerstehen…

Der Harley Davidson Shop macht schon End-Of-Season Sale und wir bekommen ein zweites T-Shirt zum halben Preis. 

Bei der Skagway Brewing Co. kaufe ich Bier und ein Pint-Glas für die Bierglas Sammlung zu Hause.

Gegen 11 bummeln wir zur Klondike Doughboy Baker und essen zusammen noch einen dieser Riesen-Doughboys, die uns hier schon vor 2 Jahren so gut geschmeckt hatten. 

Schnell noch bei der örtlichen Post Briefmarken gekauft, dann heißt es auch schon „Good-bye, Skagway“.

Hatten wir auf der Fahrt hierher bestes Wetter und dadurch unzählige Fotostopps, so fuhren wir heute ohne anzuhalten nach Whitehorse. Manchmal nieselte es, aber immer hingen dichte Wolken über uns.

Wir kommen um 14:30 Uhr in Whitehorse an, machen einen schnellten Tank-Stopp und kaufen bei Save-On-Foods ein paar Kleinigkeiten ein, dann sind wir auch schon wieder „On-The-Road“.

Nun heißt es den Weg, den wir vor 2 Tagen hier her gekommen sind wieder zurückzufahren. Unser Ziel ist Fairbanks. Von Whitehorse sind das etwa 950 km. Zu weit also um es an einem Stück zu fahren; es ist ja auch schon Nachmittag.

Unser Plan ist, in Haines Junction noch etwas zu Essen und dann so weit zu fahren wie wir Lust haben. Mal sehen wie weit wir kommen. 

Kurz vor Haines Junction sehen wir einen Truck Stop den „Otter Falls Cutoff Truck Stop“. Wir beschließen, hier zu Essen. Unsere bisherige Erfahrung mit Truck Stops oder Roadhouse sind ja durchweg positiv.

Wir betreten den Raum, welcher ein Mix aus Souvenir- und Mini-Lebensmittel Laden ist, sowie Restaurant als auch eine Verkaufstheke ähnlich wie bei einer Tankstelle. Hier bekommt man einfach alles!

Eine junge Frau mit bunten Dreadlocks und noch bunterem Glitzerlidschatten fragt nach unseren Wünschen. Essen würden wir gerne, so unsere Antwort. An den beiden Schwingtüren zur Küche steht der Koch schon bereit und wartet auf unsere Bestellung. Wir sind die einzigen Gäste hier.

Wir bestellen Burger und Spaghetti. Sofort macht sich der Koch an die Arbeit. Während wir warten schaue ich mir die Souvenir T-Shirts mit „Otter Falls Cutoff“ Aufdruck an. 25 CAD wollen sie dafür haben. Ich habe in manchen Hardrock Cafés günstiger eingekauft. 🙂

Kurze Zeit später bekommen wir ein ausgesprochen leckeres Essen serviert.

Nach dem Essen fahren wir auf dem Alaska Highway weiter. Nach kurzer Zeit erreichen wir Haines Junction. Da wir satt sind und auch sonst nichts benötigen fahren wir einfach weiter in Richtung Norden.

Man sollte ja denken, dass der Alaska Highway, welcher ja die einzige Route ist, der die Lower 48 mit Alaska verbindet sich frequentiert ist. Weit gefehlt! Der Alaska Highway ist wenig befahren und über viele Kilometer sieht man oft keine Menschenseele. Einige Abschnitte sind nur geschottert, außerdem gibt es manchmal Bodenwellen durch das Absinken des Permafrostbodens. Und oft gibt es Verzögerungen, weil immer wieder an der Straße herumgeflickt wird. Also das ist ist definitiv etwas anderes al eine gut ausgebaute Tranist-Autobahn.

Kurz nach Haines Junction trottet gemächlich ein Schwarzbär direkt vor unserem Auto über die Straße. Was für ein hübsches Kerlchen. Eilig hat er es nicht und so warten wir bis der Bär gemütlich über die Straße getrottet ist.

In Destruction Bay machen wir einen Zwischenstopp am Kluane Lake, bevor unsere Reise nach Alaska weitergeht.

Wir fahren, fahren, fahren und erreichten gegen 19:30 Uhr Burwash Landing. Hier steht die größte Goldpfanne der Welt, welche einen Durchmesser von acht Metern aufweist. Das Bild von der Pfanne haben wir schon am vergangen Freitag gemacht. Was uns heute noch mehr ins Auge sticht, ist ein Schild mit „Overnight Parking Welcome“.

Na das ist doch perfekt. Wir sind ein wenig abseits des eh einsamen Highways und genug gefahren sind wir auch. Warum als nicht einfach hier bleiben?

Stefan stellt den Camper auf einen Parkplatz zwischen die herbstlich gefärbten Bäume. Perfekt. Und das alles auch noch kostenlos. Was sind wir doch für Sparfüchse 😉

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